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Nach vielen Jahren der Diskussionen und Verzögerungen geht es in der Lemkestraße nun endlich sichtbar voran. Unter der Leitung unserer Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic konnte das Projekt in die Umsetzung gebracht werden, was einen großen Gewinn für die Anwohner vor Ort darstellt.

Unser Bezirksverordneter Stefan Suck berichtet, dass der erste Bauabschnitt bereits abgeschlossen ist und der zweite Bauabschnitt sich mitten in der Fertigstellung befindet. Vor Ort ist deutlich zu sehen, dass neue Bürgersteige errichtet wurden. Im Anschluss daran folgt die Pflasterung, sodass dieser Abschnitt in den kommenden Monaten abgeschlossen werden kann.

Ein besonderer Dank gilt dabei der guten Zusammenarbeit mit unserer Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic. Nur durch das gemeinsame Engagement konnte dieses für Mahlsdorf so wichtige Projekt entscheidend vorangebracht werden.

Die Fortschritte in der Lemkestraße zeigen: Beharrlichkeit zahlt sich aus. Wir bleiben dran, damit die gesamte Maßnahme erfolgreich abgeschlossen wird und die Anwohnerinnen und Anwohner bald von der verbesserten Infrastruktur profitieren können.

Richtfest ISS Mahlsdorf
Richtfest ISS Mahlsdorf

Die Modulbauweise mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz macht es möglich: In nur 13 Monaten Bauzeit kann eine neue Schule für über 600 Kinder bereitgestellt werden. Ende April 2024 war an der Landsberger Straße / Bisamstraße der Grundstein für eine neue ISS (Integrierte Sekundarschule) in Mahlsdorf gelegt worden. Vier Monate später gab es schon das Richtfest. Im Mai 2025 soll die Schule eröffnet werden.

Die Schule wird eine geräumige Aula, eine Mensa und sogar einen Theaterraum erhalten. Klassenräume, Ruheräume, Teilungsräume und Lehrerzimmer gruppieren sich um einen zentralen Begegnungsbereich – das Forum. Die Klassenräume bestehen aus drei Modulen zu insgesamt 70 Quadratmetern. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 60 Millionen Euro.

In den nächsten vier Jahren werden insgesamt zehn dieser modular zusammengesetzten Gebäudekomplexe in Berlin entstehen – unter anderem in der Bruno-Baum-Straße in Marzahn.

 

Unsere Schulbauoffensive im Bezirk läuft weiter auf Hochtouren. Nachdem vor knapp sechs Jahren mit dem Bau der ersten Integrierten Sekundarschule in Mahlsdorf begonnen wurde, ist heute mit der Grundsteinlegung für die ISS an der Landsberger Straße/Bisamstraße ein weiterer wichtiger Schritt für die Verbesserung der Schulsituation in Mahlsdorf erfolgt.

Gemeinsam mit meinen Kiezmacher-Kollegen/innen Mario Czaja (Bundestagsabgeordneter Marzahn-Hellersdorf) und Olga Gauks (Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses) sowie unserem Schul- und Baustadtrat Stefan Bley durfte ich heute an der feierlichen Grundsteinlegung für die neue ISS an Landsberger Straße/Bisamstraße teilnehmen. Mit diesem Neubau, dieses Mal sogar mit einer zweigeschossigen Sporthalle mit begrüntem Dach, setzen wir die Entwicklung nach der ISS in Mahlsdorf und der im Bau befindlichen Elsenschule fort. Dieses Gebäude wird, wie die ISS Mahlsdorf, in modularer Holzbauweise erbaut werden, die eine zügige Fertigstellung sicherstellen soll. Sofern keine unvorhergesehenen Hindernisse auftreten, wird die neue ISS im 1. Halbjahr 2025 fertig sein, sodass mit dem Beginn des Schuljahres 2025/26 die ersten Schulklassen dort den Unterricht aufnehmen können.

Die neue ISS wird künftig 625 zusätzliche Schulplätze für unseren Bezirk bieten. Ebenso sind für die neue Schule insgesamt 66 Lehrerinnen und Lehrer vorgesehen. Die 25 Stammgruppen werden in 18 Teilungsräumen, 17 Fachräumen sowie je einem Mehrzweckraum, einer Mensa mit Küche und einer Bibliothek beste Rahmenbedingungen für das Lernen vorfinden.

Zunächst ist eine Nutzung als Gemeinschaftsschule mit zwei Primar- sowie vier Sekundarstufen vorgesehen. Damit werden zu Beginn 288 Grundschul- und 400 Oberstufenplätze zur Verfügung stehen. Später wird das neue Gebäude dann komplett als Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe genutzt werden.

Ich habe Ihnen hier gerne schon einmal erste Eindrücke von der Baustelle und Impressionen der heutigen Veranstaltung zusammengestellt.

 

 

 






Im Zuge der umfassenden Reformen der Grundsteuer in Berlin haben wir, in Zusammenarbeit mit der BVV-Fraktion der CDU-Marzahn-Hellersdorf, zum Kiezmacher-Dialog eingeladen. Gemeinsam mit Finanzsenator Stefan Evers und VDGN-Präsident Jochen Brückmann haben wir im ersten Dialogformat seit öffentlicher Bekanntgabe der Eckdaten zur Berliner Grundsteuerreform die Änderungen besprochen.

Die Grundsteuerreform – Was ändert sich?

Die Grundsteuer ist eine wichtige Einnahmequelle für Kommunen, die direkt von den Eigentümern von Grundstücken und Gebäuden gezahlt wird. In Berlin standen ursprünglich Hebesätze von bis zu 810 % zur Diskussion, welche insbesondere für Familien, die ihr Eigenheim als sichere Scholle der Altersvorsorge sehen, schwerwiegende finanzielle Belastungen bedeutet hätten.

In einem wichtigen und richtungsweisenden ersten Schritt hat Finanzsenator Stefan Evers bei diesem Hebesatz deutlich gegengesteuert. Mit der Reduzierung auf 470 % sollen das Wohnen in Berlin bezahlbar bleiben und existenzbedrohende Situationen für Eigenheimbesitzer vermieden werden.

Intensiver Austausch

Während des Kiezmacher-Dialogs haben wir denjenigen eine Stimme gegeben, die aufgrund der Grundsteuerreform Sorgen oder offene Fragen haben. Nicht für jeden ist die Reform trotz der Senkung der Hebesätze in dieser Form zu schultern. Umso wichtiger ist es uns, die Nöte und Bedenken sowie Vorschläge zu hören. 

Dieser offene Austausch ist essenziell, um auf individuelle Härtefälle angemessen reagieren zu können. Ihre Rückmeldungen helfen uns, die Durchführung der Steuerreform so fair und gerecht wie möglich zu gestalten. Dafür sind wir täglich auch in unserem gemeinsamen Bürgerbüro ansprechbar. Zögern Sie bitte nicht, sich an uns zu wenden. Gemeinsam schauen wir, wie wir Ihnen individuell helfen können.

Vielen Dank an alle, die am Kiezmacher-Dialog teilgenommen haben. Ihre aktive Beteiligung ist unverzichtbar für eine gerechte Grundsteuerpolitik.

Die Präsentation zum Vortrag von Finanzsenator Stefan Evers finden Sie hier:

01-240221-Praesentation-Grundsteuer

 

Gestern fand unser Kiezmacher Dialog zum Thema „Einschulungsgebiete und Schulwegsicherheit“ in der Friedrich-Schiller-Grundschule #mahlsdorfkaulsdorf statt!

Derzeit fehlen in unserem Bezirk dringend benötigte Schulplätze
. Schulklassen sind überfüllt, neue Klassen werden eingerichtet, wo eigentlich keine Kapazitäten mehr sind.

Mit dem Bau der neuen 4-zügigen Grundschule an der Elsenstraße, die im Dezember 2024 an den Bezirk übergeben und im Frühjahr 2025 für die Schüler ihre Tore öffnen soll, werden weitere hunderte Schulplätze geschaffen.
Dies führt allerdings auch zu neuen Einschulungsgebieten, neuen Schulwegen und einigen offene Fragen zum Schulstart.

Viele Fragen konnten wir im Austausch mit den anwesenden Eltern klären. Dennoch ist die aktuelle Situation nicht befriedigend.

Unser Ziel ist es, die neu entstandenen Schulwege so sicher wie möglich zu gestalten. Dafür haben wir gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic und dem Bezirksstadtrat Stefan Bley verschiedene Maßnahmen vorgestellt und mit den Eltern besprochen,

unter anderem:

die Möglichkeit einer „Elternspur“ vor der neuen Schule

⁠neue Fußgängerüberwege auf den unterschiedlichen Schulwegen zur Elsenschule

– ⁠und den Einsatz von Schülerlotsen

– den Einsatz von Shuttle-Bussen für das erste Schulhalbjahr

In den kommenden Monaten werden wir die besprochenen Vorschläge prüfen, finalisieren und umsetzen.

Die Übersicht zur aktuellen Situation um die Einzugsgebiete in Mahlsdorf finden Sie hier zum Download:

Präsentation „Aktuelle Situation Einzugsgebiete“ (PDF)

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Einschulungsgebiete, Schulplätzen sowie Schulwegsicherheit in Mahlsdorf und Kaulsdorf haben, können Sie sich jederzeit an unser Bürgerbüro in der Hönower Straße 67 wenden oder uns per Mail:

post@kgwberlin.de
oder buero@marioczaja.de kontaktieren

Ihre Katharina Günther-Wünsch

Eigentlich hätte es ein Spendenlauf durch das herbstliche Mahlsdorf werden sollen. Als Kiezmacher hatten wir trainiert und uns Chancen auf eine gute Platzierung erhofft. Doch höhere Gewalt durchkreuzte die Pläne und tauchte den Stadtteil in flächendeckendes Weiß. Was tun? Kurzerhand entschied sich Eintracht Mahlsdorf, die neue Situation für einen anderen Wettbewerb zu nutzen: Wer baut den schönsten Schneemann?

Auch wir Kiezmacher waren mit einem eigenen Team am Start. Mit dem Glühwein in der Hand verschaffte sich unser Team den ersten Überblick. Nebenan knisterte schon das Lagerfeuer. Während sich die Eltern daran wärmten, grillten die Kids ihre Marshmallows. Im Hintergrund brutzelte die liebe Jenny viele leckere Imbissspezialitäten. Bei unserem Kiezmacher-Stand saßen Kinder und bemalten Christbaumschmuck. In den Zelten daneben hatten es sich einige Mahlsdorfer mit Glühwein gemütlich gemacht und studierten die Kiezmacher-Flyer. Eintracht Mahlsdorf wartete mit Tassen, T-Shirts, KFZ-Schildern, Wimpeln und Aufklebern auf. Inmitten der Fan-Artikel thronte eine große silberne Kiste: die Spendenbox.

Der BSV Eintracht Mahlsdorf e.V. sammelt als Fußballverein für einen neuen Kunstrasen auf dem Soccer-Court. Der Soccer-Court misst 10 x 15 Meter und kann bei Bedarf an andere Standorte mitgenommen werden. Heute waren die 150 Quadratmeter mit einer dicken Schneeschicht bedeckt. Kunstrasen hat seinen Preis. Das Spendenziel ist auf 10.000 Euro angesetzt. Realistisch werden wohl eher 20.000 Euro für den Ersatz benötigt. Da helfen Spendenläufe, das Spendensammeln beim Schneemannbau oder Großspenden. Bisher konnte schon ein kleiner vierstelliger Betrag eingesammelt werden.

Während wir noch in Gespräche vertieft waren, fingen die ersten Eltern und Kinder bereits mit dem Bau der Schneemänner an. Der Kreativität waren dabei kaum Grenzen gesetzt. Auch Schaufeln und Besen wurden herbeigeschafft, um möglichst schnell den größten und schönsten Schneemann auf den Platz zu bringen. Der Schnee hatte die passende Konsistenz und als wir das Fußballfeld betraten, begann eine Schneeballschlacht. Anschließend baute das Kiezmacher-Team einen klassischen Schneemann. In der finalen Bewertung zeigte sich jedoch, dass Schneemannbauer mit Zugriff auf Fan-Artikel von Eintracht-Mahlsdorf die besseren Chancen hatten. So landeten die mit Schal und T-Shirt gekleideten Skulpturen auf den vorderen Plätzen. Sieger wurde der Schneemann mit dem Namen „Eintracht Mahlsdorf 14er“. Die Stimmung war hervorragend. Es gab viele gute Gespräche und ein gelungenes vorweihnachtliches Miteinander am verschneiten Sportplatz „Am Rosenhag“.

Am heutigen Abend besichtigte ich mit unserem Schulstadtrat Stefan Bley die Baustelle der neuen Elsenschule.

Dort, wo noch vor zwei Jahren der verlassene Betonklotz des ehemaligen Gymnasiums am Elsengrund stand, wird inzwischen eine moderne Grundschule gebaut. Gemeinsam mit den Eltern, den Elternvertretungen und den Lehrern im Kiez haben wir lange für diesen Schulstandort an der Elsenstraße gekämpft. Ein Erfolg, für den wir Danke sagen wollen. Ohne dieses gemeinsame Wirken wäre das nicht möglich gewesen. Schon vor der Wiederholungswahl haben wir Kiezmacher dank des großen Vertrauens der Menschen vor Ort die Weichen stellen können. Allen voran unser damaliger Schulstadtrat Dr. Torsten Kühne.

Seiner guten Vorarbeit ist es zu verdanken, dass der Neubau der Elsenschule in unserer Verantwortungszeit stets im Zeitplan blieb. Sowohl beim Rückbau des alten Gebäudes und der anschließenden Baufeldvorbereitung als auch bei den mit großen Schritten vorangehenden Neubau-Maßnahmen. So soll es auch in Zukunft bleiben. Dafür arbeiten wir auf Landesebene und im Bezirk Hand in Hand. Und die Zahlen sehen gut aus. Derzeit findet allein in Marzahn-Hellersdorf alle drei Monate eine Grundsteinlegung für eine neue Schule statt. Bezirksweit sind aktuell sieben neue Schulbauten und 19 Ergänzungsbauten in der Planung, schon im Bau oder bereits fertiggestellt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit Stand November 2023 an fast 70 Stellen in Marzahn-Hellersdorf Schulen saniert, neu gebaut oder modular ergänzt sowie Turnhallen errichtet werden. Perspektivisch stehen damit zusätzliche 8.800 dringend benötigte Schulplätze zur Verfügung. Diesen Weg werden wir noch über eine längere Zeit so konsequent weiter gehen müssen. Denn unser Ziel ist, die Schulplatzsituation mittel- bis langfristig endlich zu entspannen. Das wird noch viel Arbeit erfordern.

Am Rande der Besichtigung zeigte sich Schulstadtrat Stefan Bley heute Abend erfreut: „Wir liegen voll im Plan.“ Herr Künstler von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenSBW) unterstrich noch einmal, dass nur ein schneller Bau, ein kostengünstiger Bau ist. Uns als Kiezmachern ist dabei wichtig, dass insbesondere die inflationsbedingten Kostensteigerungen in der Finanzplanung nicht aus den Augen verloren werden.

Die Elsenschule wird in modularer Holzbauweise gefertigt. Das Schulgelände ist eines der kleinsten in ganz Berlin und wartet deshalb mit cleveren Raumsparlösungen auf. Im Turnhallenbereich können etwa Felder abgetrennt und auf mehrere Ebenen verteilt werden. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, ist zum Ende des Jahres 2024 mit der Nutzungsübergabe zu rechnen. Auch wenn dann die Außenanlagen noch nicht fertig sind, kann der Unterricht starten. Dann lernen knapp 600 Schülerinnen und Schüler aus Mahlsdorf und Kaulsdorf in einer der modernsten Schulen Berlins.

Für die Ortsteile Kaulsdorf und Mahlsdorf wird sich mit der neuen Elsengrundschule die Schulplatzsituation merklich entspannen. In unserem gemeinsamen Newsletter informieren mein Kiezmacher-Kollege Mario Czaja und ich jeden Monat über den Fortgang des Bauvorhabens, inklusive aktuellem Foto der Baustelle.

Spendensammeln für die Kinder des Eintracht Mahlsdorf e.V. ⚽️

Am Sonntag, den 03.12.2023 ab 12:00 Uhr gibt es auf dem Sportplatz „Am Rosenhag“ gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr und mir eine große Spendenaktion und jeder kann mitmachen.

Das Spendenziel: ein neuer Kunstrasen für den SoccerCourt von Eintracht Mahlsdorf!

Durch die permanente Benutzung des Courts, benötigt der Verein dringend einen neuen Kunstrasen im Court, um hier auch weiterhin viel Spaß zu haben und die Verletzungsgefahr zu minimieren!

🫵 Mitmachen könnt auch ihr 🫵

Baut den schönsten Schneemann und gewinnt eine kleine Überraschung!

Auch für leckeren Glühwein und Basteln sowie Marshmallows ist gesorgt.

Helft mit und seid dabei! Wir freuen uns!

Gestern haben wir in der voll besetzten Aula der ISS Mahlsdorf über die Zukunft der sogenannten Verkehrslösung Mahlsdorf diskutiert.

Anwohnerdialoge zur Verkehrslösung Mahlsdorf gab es über die Jahre wahrlich sehr viele. Dennoch waren gestern die Rahmenbedingungen in jeglicher Hinsicht anders. Alle vorangegangenen Veranstaltungen wurden zu einer Zeit durchgeführt, in der die neue ISS Mahlsdorf noch nicht gebaut worden war. Es war also eine Planung am Reißbrett. Eine Planung aus den Amtsbüros der Innenstadt. Von Planern, die unseren Ortskern Mahlsdorf allenfalls über Google Maps kannten.
 
Gestern hatten wir nun erstmals die Möglichkeit, auch Einschätzungen der Elternschaft und der Pädagogen aus dem derzeitigen Schulalltag zu hören. Ebenso neu sind die politischen Rahmenbedingungen. CDU und SPD sind im Land Berlin und im Bezirk in gemeinsamer Verantwortung und haben den geeinten Willen, die Verkehrslösung Mahlsdorf vernünftig zu realisieren. Denn, soviel ist klar, hier werden im wahrsten Sinne des Wortes die Weichen für die nächsten 50 bis 100 Jahre gestellt. Es macht also Sinn, sich die derzeitigen Planungen noch einmal anzusehen und sie ein letztes Mal mit den Bedürfnissen des Ortskerns Mahlsdorf abzugleichen. Das wurde damals auch suggeriert. Es wurde eigens ein Runder Tisch, die sogenannte „Akteursrunde Mahlsdorf“ eingerichtet. Dieses Gremium aus Interessenvertretern vor Ort, also Anwohnern, Bürgerinitiativen und Gewerbetreiben, sollte das damalige Vorhaben begleiten. Deren kritische Hinweise wurden jedoch von der Grünen Verkehrsverwaltung nicht berücksichtigt. Im Gegenteil, das Verhältnis war am Ende so schwierig, dass die Akteursrunde nicht mehr fortgesetzt wurde. Im Hinblick auf die Bürgerbeteiligung wurde hier sehr viel Vertrauen verspielt.

Auch das soll sich in Zukunft ändern. Deshalb haben wir gestern noch einmal die offene Diskussion mit Ihnen als Anwohnern gesucht. Und die Meinung der über 100 anwesenden Mahlsdorferinnen und Mahlsdorfer war sehr klar: Statt die aktuelle Variante weiterzuverfolgen, sollte die Verkehrsverwaltung die damalige Planungsidee (Tram an der Oberschule vorbei) umsetzen. Wir werden uns daher im Abgeordnetenhaus und in der Bezirksverordnetenversammlung mit geeinten Kräften dafür einsetzen, dass die Verkehrslösung Mahlsdorf ihrem Namen gerecht wird. Dazu werden wir beantragen, dass die Planungsidee (Tram vor der Schule, Autos auf der Hönower Straße) wieder aufgenommen und umgesetzt wird.

Wenn die schnellere Lösung schlechter ist, dann müssen wir die bessere Lösung nehmen und sie zügiger hinbekommen. Das werden wir schaffen.

Uns ist dabei klar, dass es keine Ideallösung gibt, überall sind Kompromisse notwendig. Es gibt jedoch klare Gründe, die für die Neuplanung zum jetzigen Zeitpunkt sprechen. Gründe, die in der Vergangenheit von der Verkehrsverwaltung offenkundig zugunsten der eigenen Planungsvorstellung einfach weggewischt wurden.

Um Ihnen eine möglichst sachliche eigene Einordnung zu ermöglichen, bieten wir an dieser Stelle ein FAQ zu den wesentlichen im Raum stehenden Fragen an. 

Fragen und Antworten zur Verkehrslösung Mahlsdorf:

Warum ist die Verkehrslösung Mahlsdorf notwendig?

Der Verkehr, der durch den historischen Ortskern in Mahlsdorf zwischen B1/B5 und der Bahnhofsunterführung fließt, muss dringend neu sortiert werden. Bisher zwängen sich die Straßenbahn, der Individualverkehr (16.000 Autos pro Tag) und die Radfahrer durch die viel zu enge Hönower Straße. Jede Verkehrsform hat dadurch Nachteile. Die Straßenbahn kann nur eingleisig fahren und schafft deshalb nur einen 20-Minuten-Takt. Die Autos stehen, insbesondere im Berufsverkehr, häufig im Rückstau, was zu Schleichverkehr durch die ruhigen Nebenstraßen führt. Die Radfahrer wiederum haben keinen gesicherten Radweg und müssen sich ebenfalls in diesen für sie gefährlichen Flaschenhals begeben. Die Trennung der Verkehrsformen schafft Raum, Stabilität und Sicherheit.

Bisherige Diskussion zur Verkehrslösung Mahlsdorf?

Die Planungen zur Verkehrslösung Mahlsdorf reichen weit über 15 Jahre zurück. Nach Angaben der Verkehrsverwaltung sogar bis ins Jahr 1992. Das Hauptanliegen war seit jeher, einen 10-Minuten-Takt der Tram bis zum Bahnhof Mahlsdorf hinzubekommen. Im Jahr 2007 wurden erste Studien und ein Linienprüfungsverfahren durchgeführt sowie Überlegungen angestellt, wie eine sinnvolle Entlastung möglich ist. Es folgten in den darauffolgenden Jahren weitere Machbarkeitsstudien für den sogenannten „Neuen Hultschiner Damm“. Leider waren sich der Senat und der Bezirk in der Frage zur Ausgestaltung des Vorhabens nicht einig geworden. Der Senat wollte den Hultschiner Damm als „Bypass“-Lösung für den Autoverkehr. Die Autos sollten über die neue Straße „An der Schule“ in den Ortskern geleitet und die Hönower Straße dafür ausschließlich für die Tram genutzt werden, die dann zweigleisig fahren könnte. Der Bezirk hatte diese Situation immer kritisch gesehen – und ich ebenfalls. Auch Abgeordnetenkollegen anderer Parteien bevorzugten schon zur damaligen Zeit eine andere Variante, darunter Iris Spranger (SPD) und Stefan Ziller (Grüne). In der Folge wurde auch eine umgekehrte Streckenführung in die Prüfung, die sogenannte Planungsidee einbezogen. Im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit gab es diverse Anwohnerveranstaltungen statt, darunter zwei große Termine in den Jahren 2018 und 2019. Die zahlreichen Hinweise und Wünsche der versammelten Anwohner wurden von der Verwaltung zur Kenntnis genommen, jedoch bei der weiteren Planung nicht berücksichtigt.

Welche beiden Varianten gibt es?

Vorzugsvariante:

Bei dieser Planung handelt es sich um die vom alten (rot-rot-grünen) Senat favorisierte und auch angefangene Planung. Der Begriff „Vorzugsvariante“ vermag zu täuschen. Es ist NICHT die von breiten Teilen der Anwohner bevorzugte Variante.

Nach dieser Planung soll vom Hultschiner Damm in Höhe des Gutsparks Mahlsdorf eine neue Straße abzweigen, die an der neuen Oberschule vorbeiführt. Anschließend soll die Straße über die Pestalozzistraße zurück auf die Hönower Straße verlaufen. Auf dieser Strecke wären bis zu sieben Ampeln nötig. Der dann autofreie Abschnitt der Hönower Straße würde für eine zweigleisige Strecke der Straßenbahn genutzt werden, wodurch sich ein 10-Minuten-Takt realisieren ließe. Die Endhaltestelle würde von der derzeitigen Wendekehre in der Treskowstraße unter den Bahnhof verlegt, dazu soll der Bereich um die Fahrradabstellanlagen unter der Bahnbrücke verschmälert werden.

Planungsidee:

Dabei handelt es sich um die von den Anwohnern, der Akteursrunde, dem Bezirk und uns als CDU, aber auch der SPD-Marzahn-Hellersdorf bevorzugte Variante.

Nach dieser Planung soll die Tram auf dem Hultschiner Damm in Höhe des Gutsparks Mahlsdorf in Richtung der neuen Oberschule geführt werden. Die Gleise würden an der Oberschule vorbei und anschließend über die Pestalozzistraße zurück auf die Hönower Straße verlaufen. Auch in dieser Variante wäre ein 10-Minuten-Takt der Tram realisierbar. Vor der neuen Oberschule könnte sinnvollerweise eine Tramhaltestelle entstehen. Entlang der Tram-Trasse könnte zudem ein sicherer und komfortabler Radweg geplant werden. Die Hönower Straße würde nunmehr allein dem Individualverkehr zur Verfügung stehen. Durch den Wegfall der Gleise und der Haltestellensituation neben Roller an der B1/B5 könnte zusätzlicher Verkehrsraum gewonnen werden. Hier wäre eine Abbiegespur sinnvoll, um mehr Autos über die Grünphasen der großen Kreuzung zu leiten und die Rückstaugefahr zu verringern.

Auch hier würde die Endhaltestelle von der derzeitigen Wendekehre in der Treskowstraße unter den Bahnhof verlegt, dazu wäre der Bereich um die Fahrradabstellanlagen unter der Bahnbrücke zu verschmälern.

Wurden noch weitere Varianten geprüft?

Insgesamt wurden vier Strecken in diversen Optionen in die Überlegungen einbezogen. Sie lassen sich auf dieser Grafik der SenUVK aus dem Jahr 2018 nachvollziehen:

Wie ist der aktuelle Stand der Planung?

Offiziell sind die Planung von Straße und Tram in zwei unterschiedliche Verfahren getrennt. Die Straße plant der Senat. Die Tram-Planungen übernimmt die BVG als Bauvorhabenträgerin selbst.

Für den Straßenbau hat im September 2023 mit der öffentlichen Auslegung der Planungsunterlagen offiziell das Planfeststellungsverfahren in der Vorzugsvariante (Autos entlang der Oberschule) begonnen.

Die Planung für den Bau der Straßenbahn verzögert sich nach derzeitigem Stand bis mindestens ins zweite Quartal 2024. Die Planungen mussten laut BVG teilweise noch einmal angepasst werden, wodurch zusätzliche Abstimmungen mit den Beteiligten erforderlich wurden, darunter der Denkmalschutz sowie das Straßen- und Grünflächenamt.

Wird die Neuplanung zu Verzögerungen führen?

Um es kurz zu machen: Ja, der Stopp des Planfeststellungsverfahrens und der Start der Neuplanung nehmen zusätzliche Zeit in Anspruch.

Insbesondere von den Befürwortern der aktuellen Planung werden sie den Zeitfaktor als Hauptargument genannt bekommen. Gerne wird dann mit Pauschalen gearbeitet. Sie werden fünf bis sechs Jahre als möglichen Zeitverzug zu hören bekommen. Dies trifft so jedoch nicht zu. Schon seinerzeit wurden auch für die umgekehrte Streckenführung erste entsprechende Unterlagen erarbeitet. Man kann also auf entsprechende Grundlagen zurückgreifen und startet nicht bei null.

Nach Einschätzung von Verkehrspolitikern könnte die Verzögerung ca. sechs bis neun Monate betragen. Außerdem dürfte es wohl auch eine Frage der inneren Einstellung sein, die jeder für sich selbst beantworten muss. Wir sind überzeugt, dass Zeitdruck nicht zu einem Schnellschuss führen darf. Wenn die schnellere Lösung schlechter ist, dann muss man die bessere Lösung nehmen und sie zügiger hinbekommen. 

Kann man verlorene Planungszeit wieder aufholen?

Auch hier gibt es eine kurze Antwort: Ja.

Das Planfeststellungsverfahren der BVG verzögert sich ohnehin bis ins zweite Quartal 2024. Und es kann bisher nicht abschließend gesagt werden, ob das die letzten Verzögerungen sein werden. Wir haben uns seit jeher dafür ausgesprochen, die beiden Planungsverfahren zu Straße und Tram parallel zu planen und ideal aufeinander abzustimmen. Auch wenn es getrennte Verfahren sind, hängen sie unmittelbar miteinander zusammen. Durch eine gemeinsame Durchführung können beide Maßnahmen besser aufeinander abgestimmt werden. Dadurch lassen sich Rahmenbedingungen verbessern und im besten Fall auch Zeit gutmachen.

Kann der 10-Minuten-Takt der Tram auch früher kommen?

Ja, dafür gibt es eine logisch erklärbare Möglichkeit.

Die Strecke entlang der neuen Oberschule ist in jedem Fall das zuerst benötigte Teilstück. Sie wird in jedem Fall für die Umleitung des Verkehrs für die Baumaßnahmen an der Hönower Straße benötigt. In der aktuell vom Senat verfolgten Variante würde die Tram-Strecke erst im Anschluss realisiert werden. Wenn hingegen die Planungsidee mit der Tram entlang der neuen Oberschule verfolgt wird, wäre die Tramlinie mit der Umleitung fertig. Damit wäre schon zu diesem Zeitpunkt ein 10-Minuten-Takt möglich. Und das noch bevor in der Hönower Straße überhaupt mit dem Bau begonnen wird.

Warum werden keine E-Busse eingesetzt?

Die BVG hatte eine solche Frage im Rahmen der Anwohnerveranstaltungen wie folgt beantwortet:

„Mit einer neuen Buslinie zwischen S- und Regionalbahnhof Mahlsdorf und der Straßenbahnhaltestelle Rahnsdorfer Straße kann der 10-Minuten-Takt simuliert werden.

Eine ‚Verstärkerlinie‘ mit dem Bus, also der Einsatz zusätzlicher Busse nördlich der Rahnsdorfer Straße, zusätzlich zur Straßenbahn, ist auf Grund des damit verbundenen Zwangsumstieges an der Haltestelle Rahnsdorfer Str., ab welcher die Straßenbahn bereits im 10-Minuten-Takt Richtung Köpenick verkehrt, für Fahrgäste nicht attraktiv. Weiterhin haben schienengebundene Angebote eine höhere Akzeptanz und werden von den Fahrgästen besser angenommen („Schienenbonus“). Ob ein Bus durch einen elektrischen Motor oder einen Verbrennungsmotor angetrieben wird, hat nur unwesentliche Auswirkungen auf die Bewertung der Vor- und Nachteile des Verkehrsträgers Bus gegenüber der Straßenbahn zur Folge. Der Einsatz von Bussen ist nicht zielführend, da diese im Fahrbahnbereich verkehren und ähnlich wie die Straßenbahn heute im Straßenstau behindert würde.“

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