Beiträge zu Mobilität

Im Sommer 2025 berichtete unser Bezirksverordneter Benjamin Raschke, dass wir als CDU die Eltern bei dem Wunsch nach einer Schulwegzone unterstützen. Mit einem Antrag im Bezirksparlament haben wir die Sorgen der Eltern wegen der gefährliche Verkehrssituation rund um die Schule an das Bezirksamt herangetragen. Vor allem der morgendliche Bringverkehr durch sogenannte Elterntaxis führte regelmäßig zu unübersichtlichen und riskanten Situationen für Kinder.

Jetzt, gut ein halbes Jahr später, wird der Antrag umgesetzt. Ein Testprojekt, das zunächst bis Juli 2026 angelegt ist, wird in Kürze beginnen (WANN?):
An Schultagen wird die Straße Feldrain morgens für anderthalb Stunden (ca. 7:00–8:30 Uhr) für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Besonderheit: Die Maßnahme wird nicht behördlich, sondern durch freiwillig engagierte Eltern aus dem Schulwegausschuss umgesetzt.

Täglich sollen rund zwölf Eltern im Einsatz sein, die die Zufahrt kontrollieren und sicherstellen, dass während des Zeitfensters keine Autos durchfahren. Der Ansatz ist bewusst einfach gehalten: Eine zeitlich begrenzte, vollständig autofreie Straße vor der Schule.

Statt direkt bis vor das Schulgebäude zu fahren, werden Eltern gebeten, ihre Kinder an ausgewiesenen „Kiss-and-Go-Zonen“ abzusetzen. Diese befinden sich am Guthmannplatz, in der Kieler Straße sowie in der Lemkestraße. Von dort aus können die Kinder den restlichen Weg sicher und ohne weitere Straßenüberquerungen zu Fuß zurücklegen.

Wir freuen uns, dass dieses Vorhaben so zügig umgesetzt wird und werden die Testphase eng begleiten. Die Erfahrungen der kommenden Monate werden wir sorgfältig auswerten, um die Sicherheit unserer Kinder weiter zu verbessern. Unsere Hoffnung: Solche Schulwegzonen auch für weitere Schulen im Bezirk ermöglichen zu können.

Die Senatsverwaltung für Verkehr hat die Planungen zur Verkehrslösung Mahlsdorf vorerst angehalten. Zuvor war die umstrittene Vorzugsvariante der Verkehrsverwaltung trotz aller Bedenken der Anwohner und Akteure im Bezirk über ihre Köpfe hinweg weiter vorangetrieben worden.

Der aktuelle Stopp ist eine wichtige Gelegenheit, jetzt endlich keine weiteren Fakten in dieser Hinsicht zu schaffen und noch einmal alle Bedenken offen gegeneinander abzuwägen. Dafür ist und bleibt es wichtig, keine weiteren Fakten durch das Durchdrücken der ursprünglichen Planungen zu schaffen. Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat sich inzwischen klar positioniert: Er steht hier an der Seite des Bezirks und der Menschen in Mahlsdorf. Der Tagesspiegel berichtete jüngst über diese Entwicklung und den Stopp der bisherigen Planungen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-tramstrecke-in-berlin-mahlsdorf-stockt-arger-mit-anwohnern–und-der-cdu-bildungssenatorin-14385062.html

Die Historie der Verkehrslösung Mahlsdorf reicht weit zurück.

Einigkeit besteht in einem Punkt: Mahlsdorf braucht den 10-Minuten-Takt der Straßenbahn. Damit das funktioniert, müssen Schienenverkehr und Autoverkehr voneinander getrennt werden. Doch wie das am besten gelingt, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die Senatsverwaltung für Verkehr plant das in ihrer sogenannten Vorzugsvariante – obwohl auf zahlreichen Anwohnerversammlungen deutlich wurde, dass die Menschen im Kiez eine andere Lösung bevorzugen: die Planungsvariante, auch Bürgervariante genannt. Wir als CDU hier im Bezirk und ich als direkt gewählte Abgeordnete sind überzeugt: Diese von den Anwohnerinnen und Anwohnern befürwortete Streckenführung ist der einzig richtige Weg.

Deshalb haben wir im letzten Jahr zusammen mit der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf einen Antrag eingebracht, der das Bezirksamt ersucht, sich gegenüber dem Senat dafür einzusetzen, die bisherigen Planungen anzuhalten und die „Bürgervariante“ weiterzuverfolgen.

Die zwei Varianten im Überblick

1. Vorzugsvariante des Senats

Die offiziell bevorzugte Variante sieht vor, den Schienenverkehr vom Autoverkehr zu trennen.

Konkret bedeutet das:

Die Straßenbahn soll auf der Hönower Straße verlaufen, während der Autoverkehr über den „neuen Hultschiner Damm“ – also ab der Rahnsdorfer Straße über die Straße an der Schule in Richtung Norden – verschwenkt wird. Von dort würde der Verkehr über die Pestalozzistraße wieder in Richtung Ortskern geführt. Allerdings hätte das zur Folge, dass täglich über 10.000 Autos direkt an der Schule vorbeifahren – mit erheblichen Auswirkungen auf die Schulwegsicherheit und die Lärm- bzw. Abgasbelastung. Auch die dafürr nötigen bis zu sieben Ampeln auf der kurzen Strecke werden für erheblich Rückstau und Schleichverkehr in den Nebenstraßen sorgen.

2. Planungsvariante (Bürgervariante)

Die Bürgervariante verfolgt dasselbe Ziel – einen funktionierenden 10-Minuten-Takt –, aber mit einer anderen Streckenführung: Die Straßenbahn würde über die Straße an der Schule und die Pestalozzistraße in Richtung Bahnhof Mahlsdorf fahren. Der Autoverkehr bliebe zweispurig auf der Hönower Straße, also auf seiner bisherigen Hauptverkehrsachse. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Tram verläuft direkt vor der Oberschule – das verbessert die Erreichbarkeit und die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler. Es fahren keine zusätzlichen 10.000 Autos täglich an der Schule vorbei. Die Verkehrsbelastung bleibt auf der bestehenden Hauptstraße, statt in die Wohngebiete verlagert zu werden. Aus unserer Sicht ist das die vernünftigere und zukunftsfähigere Lösung für Mahlsdorf.

Wir werden das Thema weiter aufmerksam begleiten – und darauf drängen, dass keine falschen Fakten geschaffen werden, bevor die Bearbeitung der Einwendungen gegen die Planungen abgeschlossen ist. Denn am Ende geht es nicht um ein kurzfristiges Bauprojekt, sondern um eine Entscheidung für die nächsten 50 Jahre im Ortskern Mahlsdorf.

Die Verkehrslösung Mahlsdorf muss durchdacht, bürgernah und dauerhaft tragfähig sein.

Wir wollen die bestmögliche Variante – im Interesse der Menschen, die hier leben, und für ein Mahlsdorf, das auch in Zukunft gut erreichbar bleibt.

Nach vielen Jahren der Diskussionen und Verzögerungen geht es in der Lemkestraße nun endlich sichtbar voran. Unter der Leitung unserer Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic konnte das Projekt in die Umsetzung gebracht werden, was einen großen Gewinn für die Anwohner vor Ort darstellt.

Unser Bezirksverordneter Stefan Suck berichtet, dass der erste Bauabschnitt bereits abgeschlossen ist und der zweite Bauabschnitt sich mitten in der Fertigstellung befindet. Vor Ort ist deutlich zu sehen, dass neue Bürgersteige errichtet wurden. Im Anschluss daran folgt die Pflasterung, sodass dieser Abschnitt in den kommenden Monaten abgeschlossen werden kann.

Ein besonderer Dank gilt dabei der guten Zusammenarbeit mit unserer Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic. Nur durch das gemeinsame Engagement konnte dieses für Mahlsdorf so wichtige Projekt entscheidend vorangebracht werden.

Die Fortschritte in der Lemkestraße zeigen: Beharrlichkeit zahlt sich aus. Wir bleiben dran, damit die gesamte Maßnahme erfolgreich abgeschlossen wird und die Anwohnerinnen und Anwohner bald von der verbesserten Infrastruktur profitieren können.

Verkehrslösung Mahlsdorf
Verkehrslösung Mahlsdorf

Am gestrigen Abend fand in der Aula der ISS Mahlsdorf unser Kiezmacher-Dialog zur Verkehrslösung Mahlsdorf statt. Zahlreiche engagierte nutzten die Gelegenheit, um im direkten Austausch mit Verkehrssenatorin Ute Bonde über die Zukunft der Verkehrslösung zu sprechen. Zum ersten Mal überhaupt hat sich eine Verkehrssenatorin die Zeit genommen, um sich gegenüber den Mahlsdorferinnen und Mahlsdorfern direkt zu den Herausforderungen und Möglichkeiten der Verkehrslösung Mahlsdorf zu äußern.

Wir sind dankbar für dieses positive Signal, das den Willen der Verkehrssenatorin unterstreicht, unsere Anliegen hier vor Ort ernst zu nehmen und mit den Menschen im Kiez in den Austausch zu kommen.

Um es vorwegzunehmen: Senatorin Bonde hat die Verkehrslösung Mahlsdorf gestern nicht umgeworfen. Sie machte deutlich, dass die Planungen zur Verkehrslösung Mahlsdorf weit fortgeschritten sind und die Umplanung zu so später Zeit genauestens rechtlich geprüft werden muss. Diese Zeit müsse sie sich nehmen, um das Verfahren nicht im Nachhinein angreifbar zu machen. Allerdings versprach sie auch, dass bis dahin keine weiteren Fakten geschaffen werden. Die bisherige Planung wird bis dahin nicht weiter vorangetrieben. Eine klare, ehrliche Ansage, mit der wir umgehen müssen. Schließlich ist die Planung durch die damalige grün-geführte Verkehrsverwaltung so erheblich gegen den Bürgerwillen vorangetrieben worden. Senatorin Bonde signalisierte jedoch, dass sie bereit ist, so weit wie es ihr möglich ist auf die Forderungen der Anwohner einzugehen. Sie sicherte uns ihren politischen Willen zu, die Vorstellungen der Mahlsdorferinnen und Mahlsdorfer zu berücksichtigen und versprach, dass sie die bestehenden Unterlagen und Planungen erneut durchgehen wird. Ihr Ziel ist es, uns schnellstmöglich im Jahr 2025 über den aktuellen Stand und einen möglichen Zeitplan zu informieren.

Zwar hätten auch wir uns gewünscht, dass gestern schon die Rückabwicklung bekannt gegeben wird, denn darauf arbeiten wir seit der Wiederholungswahl intensiv auf allen Ebenen hin. Dennoch begrüßen wir, den nun endlich aufgenommenen Weg des offenen und ehrlichen Bürgerdialogs. In der Vergangenheit waren die Veranstaltungen zur Verkehrslösung Mahlsdorf oft von mangelnder Bürgernähe geprägt. Die Anwohnerinnen und Anwohner mussten erleben, wie sich die Verantwortung in der grün-geführten Verkehrsverwaltung von der damaligen Senatorin auf den Staatssekretär delegiert wurde. Später zog sich auch dieser aus der Verantwortung, und es kamen nur noch die Abteilungsleiter.

Wir sind dankbar, dass Senatorin Bonde persönlich den Schritt auf uns zu gemacht hat. Ihr Besuch und ihr offenes Ohr für die Anliegen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger zeigen, dass sie die Kritik ernst nimmt.

Diese neuen Signale auf Landesebene werden wir nun auch politisch noch einmal aufgreifen. Die Verkehrslösung Mahlsdorf ist ein Anliegen, das wir nur gemeinsam erfolgreich vorantreiben können. SPD und CDU arbeiten hier als starke Partner zusammen. Im Bezirksparlament haben wir schon im letzten Jahr erfolgreich einen gemeinsamen Antrag eingebracht und beschlossen, der das Bezirksamt auffordert, sich gegenüber dem Senat für eine vernünftige Umsetzung der Verkehrslösung Mahlsdorf einzusetzen. Sowohl unsere Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic, als auch die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung ist für uns in dieser Frage ein verlässlicher Partner.

Jetzt werden die SPD- und die CDU-Fraktion auf Landesebene daran anknüpfen und einen gemeinsamen Antrag ins Abgeordnetenhaus einbringen, um die Verkehrsverwaltung zu einer Überprüfung der bisherigen Planungen zu bewegen. Gemeinsam setzen wir damit noch einmal ein klares politisches Signal an den Senat für eine nachhaltige und bürgernahe Verkehrslösung in Mahlsdorf.

Unser Fazit:

Die gestrige Veranstaltung hat noch einmal gezeigt, dass der Weg zu einer guten Verkehrslösung Mahlsdorf kein einfacher ist. Die Ursachen liegen leider weit in der Vergangenheit. Und wir werden sie nun mühsam beseitigen müssen. Viele von Ihnen sind vielleicht mit gemischten Gefühlen nach Hause gegangen, weil die große Lösung noch aussteht. Doch eines haben wir jetzt, was wir lange nicht hatten: den unbedingten politischen Willen in der Spitze der Senatsverwaltung für Verkehr, unsere Anliegen ernst zu nehmen und – soweit es rechtlich möglich ist – mit uns gemeinsam eine lebenswerte Verkehrslösung Mahlsdorf zu finden.

Die Zusicherung von Senatorin Bonde, die Planungen gründlich zu prüfen und im kommenden Jahr mit einer konkreten Perspektive auf uns zurückzukommen, ist ein wichtiges Pfund in unserer Hand.

Und wir werden nicht müde! Denn wir in Mahlsdorf wissen, was es heißt, gegen die Windmühlen der Verwaltung aus der Innenstadt anzukämpfen. Und wir haben gemeinsam schon viel erreicht: Der Verzicht auf Ersterschließungsbeiträge für unsere Straßen gelang damals auch gegen jede Erwartung. Und wir haben noch heute viele Straßen, die nach dem damaligen Verfahren umgesetzt wurden und von denen wir heute profitieren. Auch der bürgernahe Ausbau der Kanalisation und der Stopp des Straßenausbaubeitragsgesetzes – alles Erfolge, die viele nicht für möglich gehalten haben. Erfolge, die wir uns erkämpft haben, weil wir hier zusammenhalten. Mit diesem Vertrauen und Durchhaltevermögen werden wir auch jetzt für eine Verkehrslösung eintreten, die Mahlsdorf nicht nur kurzfristig, sondern für die nächsten 50 Jahre lebenswert macht.

Und wir danken Ihnen, dass wir Sie dabei stets an unserer Seite wissen.

Weiterführende Informationen:

Antrag der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus aus November 2024 (PDF)

Antrag der BVV-Fraktionen von SPD und CDU aus Dezember 2023 (PDF)

CDU / Christiane Lang
CDU / Christiane Lang

Nach Abschluss der Ausschreibung für den 2. Bauabschnitt zur Sanierung der Lemkestraße stehen die Bauarbeiten kurz bevor. Unter CDU-Verantwortung im Straßen- und Grünflächenamt wurde schon der 1. Bauabschnitt fertiggestellt. Unter der Nachfolge-Stadträtin Juliane Witt (Linke) kam es jedoch ab 2021 zu erheblichen Verzögerungen. Nun wollen wir jedoch nach vorne blicken auf die jetzt bevorstehenden Sanierungen: Diese werden voraussichtlich zwei Jahre dauern. Anwohner werden von der zuständigen Firma per Post über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.

Am 11. Juli 2024 wird damit begonnen, die neue Baustelle einzurichten. Ab dem 15. Juli sollen die Arbeiten im sogenannten Bauabschnitt 2.1 zwischen der Lenbachstraße und der Lemkestraße 44 beginnen. Danach folgt der Bauabschnitt 2.2 zwischen Lenbachstraße und Sudermannstraße. Die Arbeiten werden den Bereich des nördlichen Gehweges sowie halbseitig den Straßenbereich betreffen. Sie umfassen die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn und der Gehwege. Vorhandene Baumscheiben werden vergrößert und eine neue Straßenbeleuchtung wird installiert. Auch die Bushaltestellen werden umgebaut. Dazu wird rechtzeitig eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. In diesem Zeitraum werden im gesamten Baubereich keine Parkmöglichkeiten vorhanden sein und nur Anlieger können dort durchfahren. Die Zufahrten zu den betroffenen Grundstücken sind ebenfalls eingeschränkt möglich.

Für Fragen und Hinweise steht Ihnen die Firma Matthäi telefonisch unter (030) 419 00 50 zur Verfügung.

Gestern fand unser Kiezmacher Dialog zum Thema „Einschulungsgebiete und Schulwegsicherheit“ in der Friedrich-Schiller-Grundschule #mahlsdorfkaulsdorf statt!

Derzeit fehlen in unserem Bezirk dringend benötigte Schulplätze
. Schulklassen sind überfüllt, neue Klassen werden eingerichtet, wo eigentlich keine Kapazitäten mehr sind.

Mit dem Bau der neuen 4-zügigen Grundschule an der Elsenstraße, die im Dezember 2024 an den Bezirk übergeben und im Frühjahr 2025 für die Schüler ihre Tore öffnen soll, werden weitere hunderte Schulplätze geschaffen.
Dies führt allerdings auch zu neuen Einschulungsgebieten, neuen Schulwegen und einigen offene Fragen zum Schulstart.

Viele Fragen konnten wir im Austausch mit den anwesenden Eltern klären. Dennoch ist die aktuelle Situation nicht befriedigend.

Unser Ziel ist es, die neu entstandenen Schulwege so sicher wie möglich zu gestalten. Dafür haben wir gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic und dem Bezirksstadtrat Stefan Bley verschiedene Maßnahmen vorgestellt und mit den Eltern besprochen,

unter anderem:

die Möglichkeit einer „Elternspur“ vor der neuen Schule

⁠neue Fußgängerüberwege auf den unterschiedlichen Schulwegen zur Elsenschule

– ⁠und den Einsatz von Schülerlotsen

– den Einsatz von Shuttle-Bussen für das erste Schulhalbjahr

In den kommenden Monaten werden wir die besprochenen Vorschläge prüfen, finalisieren und umsetzen.

Die Übersicht zur aktuellen Situation um die Einzugsgebiete in Mahlsdorf finden Sie hier zum Download:

Präsentation „Aktuelle Situation Einzugsgebiete“ (PDF)

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Einschulungsgebiete, Schulplätzen sowie Schulwegsicherheit in Mahlsdorf und Kaulsdorf haben, können Sie sich jederzeit an unser Bürgerbüro in der Hönower Straße 67 wenden oder uns per Mail:

post@kgwberlin.de
oder buero@marioczaja.de kontaktieren

Ihre Katharina Günther-Wünsch

Gestern haben wir in der voll besetzten Aula der ISS Mahlsdorf über die Zukunft der sogenannten Verkehrslösung Mahlsdorf diskutiert.

Anwohnerdialoge zur Verkehrslösung Mahlsdorf gab es über die Jahre wahrlich sehr viele. Dennoch waren gestern die Rahmenbedingungen in jeglicher Hinsicht anders. Alle vorangegangenen Veranstaltungen wurden zu einer Zeit durchgeführt, in der die neue ISS Mahlsdorf noch nicht gebaut worden war. Es war also eine Planung am Reißbrett. Eine Planung aus den Amtsbüros der Innenstadt. Von Planern, die unseren Ortskern Mahlsdorf allenfalls über Google Maps kannten.
 
Gestern hatten wir nun erstmals die Möglichkeit, auch Einschätzungen der Elternschaft und der Pädagogen aus dem derzeitigen Schulalltag zu hören. Ebenso neu sind die politischen Rahmenbedingungen. CDU und SPD sind im Land Berlin und im Bezirk in gemeinsamer Verantwortung und haben den geeinten Willen, die Verkehrslösung Mahlsdorf vernünftig zu realisieren. Denn, soviel ist klar, hier werden im wahrsten Sinne des Wortes die Weichen für die nächsten 50 bis 100 Jahre gestellt. Es macht also Sinn, sich die derzeitigen Planungen noch einmal anzusehen und sie ein letztes Mal mit den Bedürfnissen des Ortskerns Mahlsdorf abzugleichen. Das wurde damals auch suggeriert. Es wurde eigens ein Runder Tisch, die sogenannte „Akteursrunde Mahlsdorf“ eingerichtet. Dieses Gremium aus Interessenvertretern vor Ort, also Anwohnern, Bürgerinitiativen und Gewerbetreiben, sollte das damalige Vorhaben begleiten. Deren kritische Hinweise wurden jedoch von der Grünen Verkehrsverwaltung nicht berücksichtigt. Im Gegenteil, das Verhältnis war am Ende so schwierig, dass die Akteursrunde nicht mehr fortgesetzt wurde. Im Hinblick auf die Bürgerbeteiligung wurde hier sehr viel Vertrauen verspielt.

Auch das soll sich in Zukunft ändern. Deshalb haben wir gestern noch einmal die offene Diskussion mit Ihnen als Anwohnern gesucht. Und die Meinung der über 100 anwesenden Mahlsdorferinnen und Mahlsdorfer war sehr klar: Statt die aktuelle Variante weiterzuverfolgen, sollte die Verkehrsverwaltung die damalige Planungsidee (Tram an der Oberschule vorbei) umsetzen. Wir werden uns daher im Abgeordnetenhaus und in der Bezirksverordnetenversammlung mit geeinten Kräften dafür einsetzen, dass die Verkehrslösung Mahlsdorf ihrem Namen gerecht wird. Dazu werden wir beantragen, dass die Planungsidee (Tram vor der Schule, Autos auf der Hönower Straße) wieder aufgenommen und umgesetzt wird.

Wenn die schnellere Lösung schlechter ist, dann müssen wir die bessere Lösung nehmen und sie zügiger hinbekommen. Das werden wir schaffen.

Uns ist dabei klar, dass es keine Ideallösung gibt, überall sind Kompromisse notwendig. Es gibt jedoch klare Gründe, die für die Neuplanung zum jetzigen Zeitpunkt sprechen. Gründe, die in der Vergangenheit von der Verkehrsverwaltung offenkundig zugunsten der eigenen Planungsvorstellung einfach weggewischt wurden.

Um Ihnen eine möglichst sachliche eigene Einordnung zu ermöglichen, bieten wir an dieser Stelle ein FAQ zu den wesentlichen im Raum stehenden Fragen an. 

Fragen und Antworten zur Verkehrslösung Mahlsdorf:

Warum ist die Verkehrslösung Mahlsdorf notwendig?

Der Verkehr, der durch den historischen Ortskern in Mahlsdorf zwischen B1/B5 und der Bahnhofsunterführung fließt, muss dringend neu sortiert werden. Bisher zwängen sich die Straßenbahn, der Individualverkehr (16.000 Autos pro Tag) und die Radfahrer durch die viel zu enge Hönower Straße. Jede Verkehrsform hat dadurch Nachteile. Die Straßenbahn kann nur eingleisig fahren und schafft deshalb nur einen 20-Minuten-Takt. Die Autos stehen, insbesondere im Berufsverkehr, häufig im Rückstau, was zu Schleichverkehr durch die ruhigen Nebenstraßen führt. Die Radfahrer wiederum haben keinen gesicherten Radweg und müssen sich ebenfalls in diesen für sie gefährlichen Flaschenhals begeben. Die Trennung der Verkehrsformen schafft Raum, Stabilität und Sicherheit.

Bisherige Diskussion zur Verkehrslösung Mahlsdorf?

Die Planungen zur Verkehrslösung Mahlsdorf reichen weit über 15 Jahre zurück. Nach Angaben der Verkehrsverwaltung sogar bis ins Jahr 1992. Das Hauptanliegen war seit jeher, einen 10-Minuten-Takt der Tram bis zum Bahnhof Mahlsdorf hinzubekommen. Im Jahr 2007 wurden erste Studien und ein Linienprüfungsverfahren durchgeführt sowie Überlegungen angestellt, wie eine sinnvolle Entlastung möglich ist. Es folgten in den darauffolgenden Jahren weitere Machbarkeitsstudien für den sogenannten „Neuen Hultschiner Damm“. Leider waren sich der Senat und der Bezirk in der Frage zur Ausgestaltung des Vorhabens nicht einig geworden. Der Senat wollte den Hultschiner Damm als „Bypass“-Lösung für den Autoverkehr. Die Autos sollten über die neue Straße „An der Schule“ in den Ortskern geleitet und die Hönower Straße dafür ausschließlich für die Tram genutzt werden, die dann zweigleisig fahren könnte. Der Bezirk hatte diese Situation immer kritisch gesehen – und ich ebenfalls. Auch Abgeordnetenkollegen anderer Parteien bevorzugten schon zur damaligen Zeit eine andere Variante, darunter Iris Spranger (SPD) und Stefan Ziller (Grüne). In der Folge wurde auch eine umgekehrte Streckenführung in die Prüfung, die sogenannte Planungsidee einbezogen. Im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit gab es diverse Anwohnerveranstaltungen statt, darunter zwei große Termine in den Jahren 2018 und 2019. Die zahlreichen Hinweise und Wünsche der versammelten Anwohner wurden von der Verwaltung zur Kenntnis genommen, jedoch bei der weiteren Planung nicht berücksichtigt.

Welche beiden Varianten gibt es?

Vorzugsvariante:

Bei dieser Planung handelt es sich um die vom alten (rot-rot-grünen) Senat favorisierte und auch angefangene Planung. Der Begriff „Vorzugsvariante“ vermag zu täuschen. Es ist NICHT die von breiten Teilen der Anwohner bevorzugte Variante.

Nach dieser Planung soll vom Hultschiner Damm in Höhe des Gutsparks Mahlsdorf eine neue Straße abzweigen, die an der neuen Oberschule vorbeiführt. Anschließend soll die Straße über die Pestalozzistraße zurück auf die Hönower Straße verlaufen. Auf dieser Strecke wären bis zu sieben Ampeln nötig. Der dann autofreie Abschnitt der Hönower Straße würde für eine zweigleisige Strecke der Straßenbahn genutzt werden, wodurch sich ein 10-Minuten-Takt realisieren ließe. Die Endhaltestelle würde von der derzeitigen Wendekehre in der Treskowstraße unter den Bahnhof verlegt, dazu soll der Bereich um die Fahrradabstellanlagen unter der Bahnbrücke verschmälert werden.

Planungsidee:

Dabei handelt es sich um die von den Anwohnern, der Akteursrunde, dem Bezirk und uns als CDU, aber auch der SPD-Marzahn-Hellersdorf bevorzugte Variante.

Nach dieser Planung soll die Tram auf dem Hultschiner Damm in Höhe des Gutsparks Mahlsdorf in Richtung der neuen Oberschule geführt werden. Die Gleise würden an der Oberschule vorbei und anschließend über die Pestalozzistraße zurück auf die Hönower Straße verlaufen. Auch in dieser Variante wäre ein 10-Minuten-Takt der Tram realisierbar. Vor der neuen Oberschule könnte sinnvollerweise eine Tramhaltestelle entstehen. Entlang der Tram-Trasse könnte zudem ein sicherer und komfortabler Radweg geplant werden. Die Hönower Straße würde nunmehr allein dem Individualverkehr zur Verfügung stehen. Durch den Wegfall der Gleise und der Haltestellensituation neben Roller an der B1/B5 könnte zusätzlicher Verkehrsraum gewonnen werden. Hier wäre eine Abbiegespur sinnvoll, um mehr Autos über die Grünphasen der großen Kreuzung zu leiten und die Rückstaugefahr zu verringern.

Auch hier würde die Endhaltestelle von der derzeitigen Wendekehre in der Treskowstraße unter den Bahnhof verlegt, dazu wäre der Bereich um die Fahrradabstellanlagen unter der Bahnbrücke zu verschmälern.

Wurden noch weitere Varianten geprüft?

Insgesamt wurden vier Strecken in diversen Optionen in die Überlegungen einbezogen. Sie lassen sich auf dieser Grafik der SenUVK aus dem Jahr 2018 nachvollziehen:

Wie ist der aktuelle Stand der Planung?

Offiziell sind die Planung von Straße und Tram in zwei unterschiedliche Verfahren getrennt. Die Straße plant der Senat. Die Tram-Planungen übernimmt die BVG als Bauvorhabenträgerin selbst.

Für den Straßenbau hat im September 2023 mit der öffentlichen Auslegung der Planungsunterlagen offiziell das Planfeststellungsverfahren in der Vorzugsvariante (Autos entlang der Oberschule) begonnen.

Die Planung für den Bau der Straßenbahn verzögert sich nach derzeitigem Stand bis mindestens ins zweite Quartal 2024. Die Planungen mussten laut BVG teilweise noch einmal angepasst werden, wodurch zusätzliche Abstimmungen mit den Beteiligten erforderlich wurden, darunter der Denkmalschutz sowie das Straßen- und Grünflächenamt.

Wird die Neuplanung zu Verzögerungen führen?

Um es kurz zu machen: Ja, der Stopp des Planfeststellungsverfahrens und der Start der Neuplanung nehmen zusätzliche Zeit in Anspruch.

Insbesondere von den Befürwortern der aktuellen Planung werden sie den Zeitfaktor als Hauptargument genannt bekommen. Gerne wird dann mit Pauschalen gearbeitet. Sie werden fünf bis sechs Jahre als möglichen Zeitverzug zu hören bekommen. Dies trifft so jedoch nicht zu. Schon seinerzeit wurden auch für die umgekehrte Streckenführung erste entsprechende Unterlagen erarbeitet. Man kann also auf entsprechende Grundlagen zurückgreifen und startet nicht bei null.

Nach Einschätzung von Verkehrspolitikern könnte die Verzögerung ca. sechs bis neun Monate betragen. Außerdem dürfte es wohl auch eine Frage der inneren Einstellung sein, die jeder für sich selbst beantworten muss. Wir sind überzeugt, dass Zeitdruck nicht zu einem Schnellschuss führen darf. Wenn die schnellere Lösung schlechter ist, dann muss man die bessere Lösung nehmen und sie zügiger hinbekommen. 

Kann man verlorene Planungszeit wieder aufholen?

Auch hier gibt es eine kurze Antwort: Ja.

Das Planfeststellungsverfahren der BVG verzögert sich ohnehin bis ins zweite Quartal 2024. Und es kann bisher nicht abschließend gesagt werden, ob das die letzten Verzögerungen sein werden. Wir haben uns seit jeher dafür ausgesprochen, die beiden Planungsverfahren zu Straße und Tram parallel zu planen und ideal aufeinander abzustimmen. Auch wenn es getrennte Verfahren sind, hängen sie unmittelbar miteinander zusammen. Durch eine gemeinsame Durchführung können beide Maßnahmen besser aufeinander abgestimmt werden. Dadurch lassen sich Rahmenbedingungen verbessern und im besten Fall auch Zeit gutmachen.

Kann der 10-Minuten-Takt der Tram auch früher kommen?

Ja, dafür gibt es eine logisch erklärbare Möglichkeit.

Die Strecke entlang der neuen Oberschule ist in jedem Fall das zuerst benötigte Teilstück. Sie wird in jedem Fall für die Umleitung des Verkehrs für die Baumaßnahmen an der Hönower Straße benötigt. In der aktuell vom Senat verfolgten Variante würde die Tram-Strecke erst im Anschluss realisiert werden. Wenn hingegen die Planungsidee mit der Tram entlang der neuen Oberschule verfolgt wird, wäre die Tramlinie mit der Umleitung fertig. Damit wäre schon zu diesem Zeitpunkt ein 10-Minuten-Takt möglich. Und das noch bevor in der Hönower Straße überhaupt mit dem Bau begonnen wird.

Warum werden keine E-Busse eingesetzt?

Die BVG hatte eine solche Frage im Rahmen der Anwohnerveranstaltungen wie folgt beantwortet:

„Mit einer neuen Buslinie zwischen S- und Regionalbahnhof Mahlsdorf und der Straßenbahnhaltestelle Rahnsdorfer Straße kann der 10-Minuten-Takt simuliert werden.

Eine ‚Verstärkerlinie‘ mit dem Bus, also der Einsatz zusätzlicher Busse nördlich der Rahnsdorfer Straße, zusätzlich zur Straßenbahn, ist auf Grund des damit verbundenen Zwangsumstieges an der Haltestelle Rahnsdorfer Str., ab welcher die Straßenbahn bereits im 10-Minuten-Takt Richtung Köpenick verkehrt, für Fahrgäste nicht attraktiv. Weiterhin haben schienengebundene Angebote eine höhere Akzeptanz und werden von den Fahrgästen besser angenommen („Schienenbonus“). Ob ein Bus durch einen elektrischen Motor oder einen Verbrennungsmotor angetrieben wird, hat nur unwesentliche Auswirkungen auf die Bewertung der Vor- und Nachteile des Verkehrsträgers Bus gegenüber der Straßenbahn zur Folge. Der Einsatz von Bussen ist nicht zielführend, da diese im Fahrbahnbereich verkehren und ähnlich wie die Straßenbahn heute im Straßenstau behindert würde.“

Mich erreichen zahlreiche Nachfragen zum Planungsstand und der weiteren Entwicklung rund um den S-Bahnhof Kaulsdorf. Aus diesem Grund will ich Sie gerne über die geplante Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofs sowie den aktuellen Stand der Errichtung eines barrierefreien Auf- und Übergangs auf der südlichen Bahnhofsseite informieren.

Der Senat hat dank des gemeinsamen Engagements meiner Kiezmacher-Kollegen Mario Czaja, Alexander J. Herrmann und mir bei der Deutschen Bahn AG und der für den Betrieb der Bahnhöfe zuständigen Tochtergesellschaft DB Station & Service AG den Bau eines barrierefreien Zugangs in Richtung Wilhelmsmühlenweg / Heinrich-Grüber-Platz beauftragt. Mit der Erstellung der Projektkonfiguration wurde bereits begonnen. Die Planungsunterlagen sollen voraussichtlich in diesem Quartal fertiggestellt werden.

Nach Sicherung der Finanzierung kann im ersten Quartal 2024 mit der Leistungsphase 1 begonnen werden. Dabei werden eine Machbarkeits- und Betriebsstudie auf Basis einer Bedarfsanalyse und Verkehrsauslastung sowie eine genaue Analyse der vorhandenen Infrastruktur erstellt und die Planungskonzepte für bestimmte Varianten erarbeitet.

Ein Zeitplan für die folgenden Leistungsphasen kann aktuell noch nicht vorhergesagt werden. Wir setzen uns aber im Interesse der Anwohner selbstverständlich weiterhin für einen zügigen Bau der Fußgängerbrücke ein.

Mit einer zügigen Neugestaltung der Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhofs Kaulsdorf ist dagegen aufgrund eines Rechtsstreits vorerst nicht zu rechnen. Der private Eigentümer der Fläche möchte hier neben zwei Geschäftshäusern, unter anderem für einen Lebensmittelmarkt und Arztpraxen, auch ein sogenanntes Boardinghouse mit 30 möblierten Apartments für längerfristige Anmietungen, inklusive Tiefgarage, bauen.

Die notwendige Baugenehmigung wurde ihm noch vom früheren Bezirksamt am 29.01.2021 erteilt und ist bis zum Januar 2024 verlängert. Einige Eigentümer der Nachbargrundstücke haben jedoch aufgrund erheblicher rechtlicher Bedenken gegen das Bauvorhaben vor dem Verwaltungsgericht Berlin Rechtsmittel gegen die erteilte Genehmigung eingelegt. Eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus. Als Wahlkreisabgeordnete haben wir das geplante Vorhaben von Anfang kritisch begleitet und können viele Kritikpunkte, wie die Höhe der Bebauung, nachvollziehen.

Für die dringend benötigte Vollendung der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) wurde nun ein weiterer entscheidender Schritt gegangen. Das Planfeststellungsverfahren (Baugenehmigungsverfahren) ist eingeleitet. Nach den Jahren der Verzögerungen und Umplanungen liegen sämtliche Unterlagen für den Bau der TVO vor.

Die Vollendung der TVO und damit der Lückenschluss zwischen der Straße „An der Wuhlheide“ in Köpenick und der Märkischen Allee ist für den zügigen Gewerbeverkehr ebenso von Bedeutung, wie für die Entlastung der Wohngebietsstraße von unnötigem Durchgangsverkehr.

Die Pläne über den genauen Trassenverlauf und alle Tragwerke umfassen 25 Aktenordner. Diese werden nach der Prüfung der Planfeststellungsbehörde von der Senatsverwaltung für die Öffentlichkeit ausgelegt und 4 Wochen lang für Einwände der Bürger oder Verbände zur Verfügung stehen. Die Auslegung dieser Unterlagen wird voraussichtlich im März 2024 sein.

Das komplette Planfeststellungsverfahren wird ca. 1,5 bis 2 Jahre andauern. Aber bereits mit der Einleitung des Verfahrens steht fest: die Vollendung der TVO ist unumkehrbar. Der Bund, der den größten Anteil an den Planungs- und Baukosten trägt und das Land Berlin haben die bisherigen Aufwendungen erbracht, um zu diesem Verfahrensschritt zu gelangen. Es war wichtig, dass auch im Bundeshaushalt weiterhin die maßgeblichen Mittel für den Bau der TVO auch durch unseren Einsatz gesichert werden konnten.

Die Bauzeit wird nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens ca. 6 bis 7 Jahre andauern. Dies hängt aber unter anderem damit zusammen, dass abschnittsweise gebaut und dementsprechend auch phasenweise, europaweite Ausschreibungen vorgenommen werden. Der CDU-geführte Senat in Berlin hat Wort gehalten. Ein Baubeginn noch in dieser Wahlperiode, im Jahr 2026, ist weiterhin fest im Blick.

Beispielbild der Kreuzung B1/B5 und Märkische Allee:

Bild: Kolb und Ripke Gesellschaft von Architekten mbH

Die Verkehrslösung Mahlsdorf ist das größte Infrastrukturprojekt für die dringend benötigte Verkehrsentlastung des Ortskerns Mahlsdorf. Sie ist aber auch zugleich eines der umstrittensten Vorhaben in unserem Kiez.

Vor einigen Jahren hat es einen Akteursbeirat auf Bestreben des Bezirksamts gegeben, der überparteilich und mit vielen Akteuren vor Ort zur Verkehrslösung Mahlsdorf Vorschläge unterbreitet hat. Diese Vorschläge sahen u.a. vor, dass die Straßenbahn an der neuen Oberschule und der PkW-Verkehr auf der Hönower Straße entlang geführt werden. Leider hat sich der frühere Senat über dieses Votum hinweggesetzt und eine eigene Planung begonnen. Der Beginn des neuen Planfeststellungsverfahrens steht noch aus.

Es ist daher jetzt die richtige Zeit noch einmal ganz grundhaft über die Planung der neuen Straßenbahnlinie und der neuen Straße zu sprechen.

Aus diesem Grund möchten wir Sie gerne gemeinsam mit der CDU-Fraktion von Marzahn-Hellersdorf, dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Johannes Kraft und dem Marzahn-Hellersdorfer Abgeordneten der SPD; Jan Lehman einladen und Ihnen den aktuellen Stand vorstellen
sowie Ihre Meinung dazu aufnehmen.

Die Veranstaltung findet am:

Donnerstag, den 23.11.2023 um 18 Uhr
in der Aula der ISS-Mahlsdorf, An der Schule 47, 12623 Berlin

statt.

Da wir davon ausgehen, dass großes Interesse an dieser Veranstaltung besteht, bitten wir Sie, sich bis zum 20.11.2023 unter post@kiezmacher-wuhletal.de oder 03056697454 anzumelden.