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Krankenhaus Kaulsdorf
Krankenhaus Kaulsdorf

Eine zugereiste Bundestagskandidatin versucht auf dem Rücken des Krankenhauses Kaulsdorf ihren Wahlkampf zu machen. Mit einer Flugblatt-Aktion wurde kurzerhand die Falschinformation verkündet, dass beabsichtigt ist, das Krankenhaus Kaulsdorf zu schließen.

Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang, dass diese Meldung in Briefkästen von Senioren geworfen wurde, die sich daraufhin verzweifelt an unser Bürgerbüro wandten. Noch am selben Tag habe ich mich mit der Regionaldirektion des Vivantes Klinikums in Kaulsdorf in Verbindung gesetzt, um dieser Behauptung nachzugehen und konnte schnell Entwarnung geben.

Mit ihrem Einverständnis darf ich dazu die stellvertretende geschäftsführende Direktorin und Verwaltungsleiterin des Krankenhauses Kaulsdorf, Carola Schubert zitieren: „Wir versichern Ihnen, dass etwaige Gerüchte über eine bevorstehende Schließung des Vivantes Klinikums Kaulsdorf jeder Grundlage entbehren.“

Würde die Kandidatin der Linken auch nur eine Person ihrer Partei aus dem Bezirksamt kennen, hätte man ihr von den aktuell in mehreren Sitzungen besprochenen Bebauungsplänen berichtet und von der gemeinsamen Sitzung des Bezirksamts mit der Leitung des Klinikums. Denn das Krankenhaus bleibt nicht nur bestehen, sondern wird deutlich erweitert. Erst vor wenigen Wochen ist der Bebauungsplan 10-50-1 zur Errichtung eines weiteren Ergänzungsbaus einen großen Schritt vorangekommen. Dieses Bauvorhaben stärkt die Gesundheitsversorgung unseres Bezirks.

Anlage zum B-Plan 10-50-1 mit Skizzen

Hinzu kommt, dass mit Dr. Anna Magdalena Zielke erst vor wenigen Wochen offiziell eine neue Chefärztin der Radiologie am Vivantes Klinikum Kaulsdorf ernannt wurde. Die hochgeschätzte Radiologin hat die Leitung des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie übernommen. 

Ich bin dankbar, dass hier schnell und eindeutig ein sicheres Signal an die Nachbarn im Kiez und die Belegschaft des Krankenhauses gegeben werden konnte, um Ihnen die verständlichen Sorgen zu nehmen. Teilen Sie die Information gerne auch in Ihrem Bekanntenkreis, falls Sie in der Gegend wohnen.

Liebe Kaulsdorf, liebe Mahlsdorfer, liebe Leser,

das Bundesgesundheitsministerium unter Karl Lauterbach (SPD) plant aktuell eine Krankenhausreform, die die Schließung „kleinerer“ Kliniken nach sich ziehen könnte. Wie der Presseberichterstattung (z. B. im Tagesspiegel) zu entnehmen war, könnte davon laut Analyse des Klinikbetreibers Vivantes auch das Klinikum Kaulsdorf betroffen sein.

In Sorge um „Ihre“ Klinik haben sich in den vergangenen Tagen daher viele Bürgerinnen und Bürger vor allem aus dem Siedlungsgebiet an mich gewandt. Gemeinsam mit meinem Kollegen Mario Czaja, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Marzahn-Hellersdorf, habe ich diese Sorgen in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gebündelt und in dem Schreiben aufgezeigt, warum diese Klinik für die Gesundheitsversorgung im Bezirk von überragender Bedeutung ist – und erhalten werden muss!

Die Argumente dafür liegen auf der Hand:

Unser Bezirk wird auch im Siedlungsgebiet immer älter. Viele Mahlsdorfer und Kaulsdorfer sind auf eine wohnortnahe und altersgerechte medizinische Versorgung angewiesen – jetzt und erst Recht in Zukunft! Daher konnten wir Kiezmacher in unserer Regierungszeit eine Sanierung des Klinikums erreichen. Zudem wurde in den vergangenen Jahren speziell in die Altersmedizin am Standort investiert, die Anzahl geriatrischer Betten konnte kontinuierlich gesteigert werden.

Und unser Bezirk wächst! Jedes Jahr erblicken ca. 1.200 Kinder im Klinikum Kaulsdorf das Licht der Welt, die Geburtsklinik genießt weit über die Bezirksgrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf.

Kurzum: Das Klinikum Kaulsdorf wird über die Regelversorgung hinaus von den Menschen hier, ob jung oder alt, gebraucht. Das haben wir dem Bundesgesundheitsminister in unserem Schreiben dargelegt. Zudem haben wir Herrn Lauterbach um ein persönliches Gespräch zu den Reformplänen seines Hauses gebeten. Das würde ihm die Möglichkeit eröffnen, die Sorgen der Menschen hier in den Kiezen bereits jetzt, in einem frühen Stadium der angedachten Reformen, zu adressieren.

Mario Czaja und ich bleiben weiter an diesem Thema dran und halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

Herzliche Grüße

Katharina Günther-Wünsch

Ihre Abgeordnete für Kaulsdorf und Mahlsdorf