Am 27. Februar 2026 lud die Frauen Union Wuhletal zu einer wichtigen Diskussionsveranstaltung in die Lumo Nahbar ein. Trotz der Herausforderungen durch den BVG-Streik kamen engagierte Frauen und Interessierte aus ganz Berlin zusammen, ein Zeichen für die Relevanz des Themas Sicherheit in unserer Stadt.
Mit dabei waren hochkarätige Gäste aus Politik und Verwaltung: Burkard Dregger, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin, Nadja Zivkovic, Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, Christina Henke, Vorsitzende der Frauen Union Berlin und ich als Senatorin für Bildung, Jugend und Familie.
Das neue Polizeigesetz: Ein Schritt zu mehr Sicherheit
Burkard Dregger erläuterte die wichtigsten Neuerungen des Berliner Polizeigesetzes. Es schafft konkrete Verbesserungen für die öffentliche Sicherheit: Mehr Videoüberwachung an kriminalitätsbelasteten Orten, der Einsatz von Bodycams und erweiterte Möglichkeiten der Gefahrenabwehr. Besonders bedeutsam ist der verbesserte Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt. Gewalttäter können künftig bis zu 28 Tage aus der Wohnung verwiesen und mittels elektronischer Fußfessel überwacht werden – eine konkrete Maßnahme, die Betroffene schützt.
Gewalt an Schulen – ein Thema, das mich bewegt
In meinem Redebeitrag habe ich die Sicherheitslage an Berliner Schulen in den Fokus gerückt. Gewalt im schulischen Umfeld ist ein ernstes Problem, das wir entschlossen angehen müssen. Der Senat arbeitet an umfassenden Maßnahmen, um Schülerinnen und Schüler zu schützen und Schulen zu sicheren Lernorten zu machen.
Besonders wichtig ist mir das Thema Zwangsheirat. Junge Mädchen werden oft Opfer dieser Praxis mit verheerenden Folgen, nicht nur psychisch, sondern auch wenn sie ins Ausland verschleppt werden. Daher unterstützen wir gezielt Beratungs- und Informationsangebote, um Mädchen vor dieser Form von Gewalt zu bewahren. Das ist nicht nur eine politische Aufgabe, es ist ein Herzensanliegen von mir.

Erfolge im Bezirk
Nadja Zivkovic berichtete von der Sicherheitslage in Marzahn-Hellersdorf und den bezirklichen Maßnahmen. Erfreulich ist, dass die elektronische Fußfessel bereits erste konkrete Erfolge erzielt hat, sie hat einer von Gewalt betroffenen Frau in unserem Bezirk Schutz geboten. Das zeigt: Diese neuen Regelungen funktionieren und helfen dort, wo sie gebraucht werden.
Ein wichtiges Signal auf Bundesebene
Antje Rhotert, Kreisvorsitzende der Frauen Union Wuhletal, hob hervor, dass diese Diskussionen auch auf Bundesebene von großer Bedeutung sind. Am selben Tag, an dem unsere Veranstaltung stattfand, wurde das Gewaltschutzgesetz in den Deutschen Bundestag eingebracht, mit bundesweiten Regelungsvorschlägen zur elektronischen Fußfessel und zum Ausschluss von Umgangsrechten bei Partnerschaftsgewalt. Das ist Koordination im besten Sinne: Auf allen Ebenen arbeiten wir daran, Frauen besser zu schützen.
Im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürger
Die Diskussion im Anschluss zeigte deutlich, wie wichtig und präsent dieses Thema für unsere Bürgerinnen und Bürger ist. Die Frauen Union Wuhletal wird auch weiterhin durch ihre Netzwerkveranstaltungen aktuelle politische Themen aufgreifen und den direkten Dialog mit der Bevölkerung führen, denn nur so entsteht echte Teilhabe.
Ich danke der Frauen Union Wuhletal herzlich für die Organisation dieser wertvollen Veranstaltung. Der Austausch mit engagierten Frauen und Politikern ist für meine Arbeit unverzichtbar. Folgt der Frauen Union Wuhletal gerne auf Instagram, um über weitere Veranstaltungen und Themen informiert zu bleiben!



